Pressestimmen


Zu Konzerten:

zum Konzert in der Synagoge BEIT TIKWA am 10.4.2011
"Am Sonntagabend stellte das Duo seine in sechs Andachtsorten verschiedener Religionen entstandenen, auf einer Doppel-CD festgehaltenen Improvisationen in der restlos ausverkauften Synagoge Beit Tikwa vor.
Eigentlich wollten weit mehr als 340 Zuhörer dabei sein, als das Saxophonduo in einem live-Konzert noch einmal allen sechs Aufnahmeorten nachspürte. Doch aus Platzgründen mußten viele Interessierte schon vor dem obligatorischen Sicherheitscheck enttäuscht umkehren.
In der einladend hellen, lichtdurchfluteten Syngoge durchlebten die leptophonics mit einer Auswahl ihrer inzwischen transkribierten Impro-Kompositionen noch einmal die Eindrücke, Stimmungen und Emotionen, die sie beim Betrten der sechs Andachtsräume spontan in Tondialoge gefasst hatten.
Mit sieben Saxophonen vom Sopran- bis zum Bassregister und einer Saxflute versetzten sie das faszinierte Publikum in die heitere Gelassenheit des bunten Hammer Hindutempel, in die deutlich spannungsreich-unruhiger empfundene Stadtkirche zu Wittenberg und in die Erhabenheit der Augsburger Synagoge.
Einzig unterstützt von an die Wände gebeamten Innenansichten, machten die Musiker die gewaltigen Dimensionen des Wormser Dom St. Peter spürbar, begegneten der zeitlosen Stille im Tibetischen Zentrum Hamburg mit einer hochexperimentellen Annäherung und kommunizierten in der Osmanischen Herberge neben spirituellen auch verblasste Volksfest Schwingungen, das Sufi-Zentrum residiert in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Dorfgasthofes in der Eifel.
Die individuellen, emotional ausformulierten Empfindungen der Saxophonisten angesichts der jeweiligen Raumaura wanden sich im faszinierenden Dialog umeinander, entwickelten sich mal parallel, mal kontrovers und faszinierten mit erstaunlicher, tiefgründiger Klangvielfalt.
Neben frei entwickelten Sequenzen zelebrierten die leptophonics erfrischende Variationen zu Liedern von "Ein feste Burg ist unser Gott" über Hindu-Priestergesänge hin zum muslimischen Gebet.
"Spiritual Unity" - eine ideale Ergänzung zum Abrahamsfest der Bielefelder Christen, Juden und Muslime, für deren Präsentation die leptophonics mit der Synagoge Beit Tikwa einen würdigen Sakralort gefunden haben - und ein ungewöhnliches CD-Konzept, das auch live überzeugt, wie der lang anhaltende, herzliche Applaus des faszinierten Publikums eindrucksvoll bewies."
(Neue Westfälische 12.4.2011)


"....Darf in Kirchen geklatscht werden? Das Publikumm zögert als die Leptophonics die Bühne betreten.....Schleichend und hüpfend, herausfordernd und synchron umtanzen die beiden Stimmen einander, fügen sich in ungleichen Rhythmen zu vertrackter Zweisamkeit. Dabei fällt besonders auf, das sie ein empfindliches Gleichgewicht halten.
Die Leptophonics bieten denjenigen einiges die genauer hinhören möchten und sind zudem auch noch angenehm zu hören. Und am Ende stellt sich die Frage nach der Zulässigkeit des Applauses in Kirchen schon gar nicht mehr."
(Neue Westfälische 19.02.08)

"...als leptophonics spielen sie auf technisch höchstem Niveau. Ihre Musik wirkt elegisch, harmonisch selbst in eruptiven Ausbrüchen. Das Duo breitet einen Klang aus, der für zwei Instrumente eigentlich zu groß ist. Das Vibrato, das Kaling seinem Basssaxophon entlockt, dringt bis in den Bauch. Und der andere Andreas hält mit dem Sopran dagegen, nicht aggressiv, sondern mitdenkend, mitfühlend, mitspielend.
Die Musik der beiden tut einfach gut. Das liegt zum einen an den tiefen, beruhigenden Tönen des Basssaxophons. Zum anderen am beinah blinden Verständnis der Musiker und an der humorvollen Art ihre Stücke zu spielen."
(Neue Westfälische 10.11.2006)

"... Leptophonics spielen Jazz €“ aber anders ... die Leptophonics sind in einmaliger Weise flexibel, kreativ, spontan und amüsant. So mischten sie in Schötmar Anspruch mit Ansprechendem, Können mit Qualität und Quatsch, so dass die Zuhörer sie eigentlich gar nicht mehr nach Hause lassen wollten."
(Lippische Landeszeitung 24.5.06)

"... launig schäumen die Tonfolgen verträumt bis urgewaltig, erzeugen wohlige Glücksgefühle oder Verstörungen. Auch satt und quirlig eingängigere Passagen finden ihren Weg zum Zuhörerohr. Pulsierende Tangorhythmen entblättern sich schleppend, um von wilder Leidenschaft getrieben zu einem undurchdringlichen Klangkomplex zu verschmelzen. In virtuos ungestümen Momenten gelingt den herausragenden Musikern wiederholt die Illusion einer Vervielfältigung ihrer selbst. Für ein Duo €“ überraschend €“ eigentlich zu klanggewaltig und zu vielschichtig klingt das, was die zwei Musiker ihren Instrumenten entlocken. Neben den facettenreich gefühlvollen Intonationen und dem weichen Vibrato ist es die augenscheinlich blind funktionierende Abstimmung, die begeistert."
(Neue Westfälische 28.3.06)

zur CD "dances and other movements":

"...Selten fanden unterschiedliche Spiel €“ und Ausdrucksweisen innerhalb eines Duos derart stimmig zueinander... ... sie durchpflügen Tonlandschaften und hinterlassen, wie auf ihrer zweiten Produktion "dances and other movements" einen lebendig klingenden instrumentalen Dialog von herber Schönheit."
(Jazzzeitung 12-05)

"...Das neue Album "dances and other movements" ist eine abwechslungsreiche und schlaue Stunde Jazz, die zum Reisen und Verweilen einlädt. Andreas Gummersbach und Andreas Kaling machen das, was gute Freunde tun, wenn sie zusammen sind: Spielen. Sie necken sich, flirten miteinander, der eine hoch, der andere tief..."
(Neue Westfälische 3-06)

zur sight-hearing-tour:

"... ob in luftiger Höhe mit weiter Aussicht, auf oder neben der markierten Wasserader musizierend, einen Kontrapunkt gegen das schrille Geschrei der Steinsäge setzend oder locker auf den lauschigen Rodensteinplatz reagierend: Wenn jemand schon nicht das €ždritte Chacra€œ verspürte, das vom Jazz kommende Duo, das schon seit zehn Jahren miteinander arbeitet und sich selbst bei der Performance von den Schwingungen der Örtlichkeit zu hinreißend ausdrucksvollen Improvisationen inspirieren lässt, vermochte seine Begleiter mitzunehmen, wohin auch immer €“ vielleicht zu sich selbst."
(Bergstädter Anzeiger 11.7.05€“ Heppenheim €“ Festival Gassensensationen)

zu Stummfilm-Musik-Aufführungen:

"...In ihrer mittlerweile dritten Vertonung eines britischen Stummfilms folgen Andreas Gummersbach und Andreas Kaling vom Bielefelder Duo Leptophonics mit ihren Saxophonen den subtil psychologischen Charakterzeichnungen und den Schauplätzen im Film......Das auch mit extremen Instrumentenpaarungen wie Bass-Sopran rund und kompakt klingende Duo.....
(Neue Westfälische 10/11.11.2007)

"...Vor allem aber auch die excellente musikalische Untermalung von Gummersbach und Kaling machte "A Cottage On Dartmoor" zu einem hochklassigen filmischen Erlebnis. Vom Musikerduo mit virtuosen Saxophonklängen vertont gewinnen die Bilder (...) an Tiefe und Emotionen.
(Neue Westfälische 11/12.11.2006)

"...es ist das Verdienst des Bielefelder Saxophon-Duos "leptophonics", den Film (underground - von Anthony Asquith) (...)mit einem kongenialen Live-Soundtrack ausgestattet zu haben. In einem überaus gelungenen Mix aus Leitmotiven, Improvisationen und witzigen Soundeffekten evozierten Gummersbach und Kaling mit ihren selbst aus der Stummfilmzeit stammenden, historischen Instrumenten ein perfekt der Stimmung des Films angepasstes Hörbild der Themse-Metropole in den 20er Jahren.
(Neue Westfälische 9.11.2005)